UPDATE 24. Juli 2021: STOPPT DEN PCR-TERROR - CDC wird Antrag auf Verwendung von RT-PCR zurückziehen - Totaler Medien-Blackout

UPDATE 19. Juli 2021: BREAKING - DROSTEN PCR TEST IN DIE TONNE - Nach dem 31. Dezember 2021 wird die CDC den Antrag an die FDA auf Emergency Use Authorization (EUA) des RT-PCR Tests für SARS-CoV-2 Tests zurückziehen - STOPPT DIE PCR TESTS WELTWEIT

UPDATE 10. Juni 2021: Zwangsdenken und Zirkelschlüsse im Materialismus, Stand der Kontrollexperimente, Wissenschaft als Pseudoreligion

UPDATE 01. Juni 2021: Freifahrtschein in den Teststellen muss Jens Spahns letztes Fiasko gewesen sein

UPDATE 26. Mai 2021: Positiver Corona-Schnelltest trotz Impfung? | Der Fruchtsaft-Effekt existiert! Immense Folgen insbesondere für Schulkinder

UPDATE 14. Mai 2021: HEIDELBERG: DROSTEN LEGT BEIM GERICHT GUTACHTEN ZUM PCR TEST VOR

UPDATE 08. Mai 2021: Drosten-Gutachten zum PCR-Test lässt Fragen offen

UPDATE 07. Mai 2021: LIVE - Beate Bahner - Gutachten PCR Test - REPLAY BittelTV

UPDATE 21. April 2021: PREMIERE: VIROLOGIE WIDERLEGT - Brennpunkt 4 - Gespräch über die Antigentests, Professor Bhakdi, CPE, Kontrollexperiment, Projekt Immanuel, Worte zu Wissenschaft und Ethik.

UPDATE 01. April 2021: Die Bundesregierung hält Daten zur Fehlerquote der PCR-Tests zurück – Gesetzeswidrig

UPDATE 31. März 2021: EILMELDUNG: Belgien muss alle Corona-Maßnahmen in 30 Tagen beenden! + Hammer-Gerichtsurteil: Belgiens Corona-Maßnahmen rechtswidrig "Bürgerliche Freiheitsrechte und Menschenrechte ohne Rechtsgrundlage eingeschränkt" + Unfassbar: Österreichisches Gericht entblößt Berlins Corona-Politik - Verdacht der Verstöße gegen die WHO-Vorgaben + Sensationsurteil in Österreich: PCR-Test nicht als Infektionsnachweis geeignet "Keine validen und evidenzbasierten Aussagen und Feststellungen"

ICYMI: GUTACHTEN ZU PCR-TEST - Drosten lässt Gericht schmoren + Dr. Reiner Fuellmich zu PCR-Test-Klagen: Die Politik arbeitet „mit allen möglichen Taschenspielertricks“ + Brennpunkt 2: Konzept der Impfung, Impfidee, Nano-Partikel, Gen-Impfung, Wissensunterdrückung + Genetik: Erbgut in Auflösung

Wiener Urteil im Wortlaut: PCR-Test als Diagnostik nicht geeignet – Antigentests ohne Symptome „hochfehlerhaft“

Von  - 24. März 2021

PCR-Test, Corona-Test, Bürgertest. Seit über einem Jahr werden Daten zur Corona-Pandemie auf der Basis positiver Testergebnisse erhoben. Das Wiener Verwaltungsgericht bringt nun frischen Wind in die Corona-Politik. Nach seinem Urteil bietet die aktuelle Datenlage „keine validen und evidenzbasierten Aussagen und Feststellungen“, um das Seuchengeschehen zu bewerten.

Am 24. März hat das Wiener Verwaltungsgericht ein bahnbrechendes Urteil erlassen. Das Gericht hat die Untersagung einer am 31. Januar von der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) angemeldeten Versammlung  für rechtswidrig und darüber hinaus die ihr zugrunde liegende Datenbasis des Gesundheitsministers für unzureichend erklärt. Denn, so das Gericht, diese genüge nicht den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Das Urteil des Richters lautete:

„Das alleinige Abstellen auf den PCR-Test wird von der WHO abgelehnt. Sollte die Corona-Kommission die Falldefinition des Gesundheitsministers zugrunde gelegt haben, und nicht jene der WHO, so ist jegliche Feststellung der Zahlen für ‚Kranke/lnfizierte‘ falsch.“ Gegen die Untersagung der Demonstration hatte die FPÖ Beschwerde eingelegt.

Das Urteil im Original können Sie hier herunterladen.

„Das ist eine schallende Ohrfeige für Innenminister Nehammer. Denn wer das Innenministerium kennt – wie etwa unser Klubobmann Herbert Kickl –, der weiß, dass die Untersagungen zahlreicher regierungskritischer Versammlungen nicht von der Landespolizeidirektion Wien, sondern von der Ressortspitze rund um Nehammer ausgegangen sind“, sagte die FPÖ-Klubobmann-Stellvertreterin Dagmar Belakowitsch in einer Pressekonferenz. Da das Gericht die Infektionszahlen klar als fehlerhaft bezeichnet habe, dürfe nach Belakowitschs Auffassung keine einzige Versammlung mehr verboten werden.

Vor allem kritisierte das Gericht die gesundheitspolitische Datenlage. Dabei stellte es fest, dass die Corona-Politik und die damit getroffenen Maßnahmen ohne jede Evidenz bezüglich ihrer Wirksamkeit seien. Der FPÖ-Gesundheitssprecher Gerhard Kaniak betonte, dass laut Gericht „sämtliche Definitionen für die Zählung einer Corona-Infektion nicht den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation entsprechen“.

Gänzlich ungeeignet seien demnach die „höchst fehleranfälligen Antigen-Tests“ bei symptomlosen Personen. Aber auch bei einem positiven PCR-Test brauche es noch eine Bestätigung durch eine ärztliche Untersuchung. „All das ist in Österreich nicht gewährleistet, was das Gericht massiv kritisiert hat“, so Kaniak.

Bislang seien „positiv“ getestete Personen abgesondert und vom sozialen Leben ausgeschlossen und ihrer Grundrechte beraubt worden. Der FPÖ-Gesundheitssprecher fordert nun einen „völligen Neustart“, um die Infizierten zu erfassen. Gleichzeitig legte er dem österreichischen Gesundheitsminister Rudolf Anschober den Rücktritt nahe, damit sich jemand der Sache annehmen könne, „der von Gesundheitspolitik und Krisenmanagement mehr Ahnung hat“.

Gericht nimmt Datenlagen unter die Lupe

Die Wiener Polizei hatte das Verbot der FPÖ-Veranstaltung vom 31. Januar mit dem „zu erwartenden rechtswidrigen Verhalten der Teilnehmer und dem daraus folgenden Seuchengeschehen“ begründet. Zudem wurde von einer „Strohmanntaktik“ gesprochen – gut beleumundete Strohmänner würden vorgeschickt, um den „wahren illegalen Hintergrund zu verschleiern“, schildert das Gericht den Vorwurf der Behörde.

Für das Gericht ist klar: Die Untersagung einer Versammlung darf nur „Ultima Ratio“ – also das letzte Mittel zur Lösung des Konflikts – sein. Da die Behörde jedoch schon wochenlang von der hohen Versammlungsdichte für den 31. Januar 2021 wusste, hätte sie zum Veranstalter „initiativ Kontakt aufnehmen müssen“, sodass in Abstimmung mit diesem die Versammlung gewährleistet hätte werden können. Insoweit habe die Behörde eine „positive Schutzpflicht“, befand das Gericht. Geeignetere Mittel wären die Verlegung der Versammlung an einen alternativen und gleichwertigen Platz gewesen.

Zudem bemängelte der Richter, dass „eine Abwägung des öffentlichen Wohles der Gesundheit mit dem Grundrecht der Versammlungsfreiheit unterblieben“ ist. „Von seuchenmedizinischer Seite habe es bis dato für Cluster anlässlich einer Versammlung keine evidente Wahrnehmung gegeben“, heißt es im Urteil weiter. Auch sei die Schutzwirkung von FFP2-Schutzmasken „uneinheitlich, ja durch die WHO und die Europäische Kommission negativ im Hinblick auf die Vorteile der Schutzwirkung beantwortet“.

Durch die Handhabung der Behörde, dass sie keine eigenen Überlegungen zur Minimierung einer Gefahr „eines akuten Seuchengeschehens“ angestellt habe, sei das Prozedere zur Anzeige einer Versammlung vergleichbar mit einem Genehmigungsverfahren. Mit dem Grundrecht auf Versammlungsfreiheit sei das jedoch unvereinbar.

Bei seiner Entscheidung stützte sich das Wiener Gericht darauf, dass gemäß Europäischer Menschenrechtskonvention alle Menschen das Recht haben, „sich friedlich zu versammeln und sich frei mit anderen zusammenzuschließen, einschließlich des Rechts, zum Schutz ihrer Interessen Gewerkschaften zu bilden und diesen beizutreten.“

Kritik am PCR-Test

In der gerichtlichen Begründung heißt es:

Der Gesundheitsdienst der Stadt Wien verwendet darin [in einer beauftragten „Information aus gesundheitlicher Sicht“] die Wörter „Fallzahlen“, „Testergebnisse“, „Fallgeschehen“ sowie „Anzahl an Infektionen“. Dieses Durcheinanderwerfen der Begriffe wird einer wissenschaftlichen Beurteilung der Seuchenlage nicht gerecht. Für die WHO (WHO Information Notice for IVD Users2020/05,Nucleic acid testing (NAT) technologies that use polymerase chain reaction (PCR ) for detection of SARS-CoV-2, 20 January 2021) ausschlaggebend ist die Anzahl der Infektionen/Erkrankten und nicht der positiv Getesteten oder sonstiger „Fallzahlen“…

Konkret ist nicht ausgewiesen, welchen CT-Wert ein Testergebnis hatte, ob ein Getesteter ohne Symptome erneut getestet und anschließend klinisch untersucht wurde. Damit folgt die WHO dem Erfinder der PCR-Tests, … Mutatis mutandis sagt er damit, dass ein PCR-Test nicht zur Diagnostik geeignet ist und daher für sich alleine nichts zur Krankheit oder einer Infektion eines Menschen aussagt.

Laut einer Studie aus dem Jahr 2020 (Bullard, J., Dust, K., Funk, D., Strong, J. E.,Alexander, D., Garnett, L., … & Poliquin, G. (2020). Predicting infectious severeacute respiratory syndrome coronavirus 2 from diagnostic samples.ClinicalInfectious Diseases,71(10), 2663-2666.) ist bei CT-Werten größer als 24 kein vermehrungsfähiger Virus mehr nachweisbar und ein PCR-Test nicht dazu geeignet, die Infektiosität zu bestimmen.

Das Gericht führt an, nach der „Falldefinition COVID-19“ des Gesundheitsministers vom 23. Dezember 2020 sei ein „bestätigter Fall“:

  1. jede Person mit Nachweis von SARS-CoV-2 spezifischer Nukleinsäure (PCR-Test), unabhängig von klinischer Manifestation oder
  2. jede Person, mit SARS-CoV-2 spezifischem Antigen, die die klinischen Kriterien erfüllt oder
  3. jede Person, mit Nachweis von SARS-CoV-spezifischem Antigen, die die epidemiologischen Kriterien erfüllt.

Damit entspräche jedoch keiner der drei vom Gesundheitsminister definierten „bestätigten Fälle“ dem, was die WHO als Kranken/Infizierten bezeichnet. Alleine ein positives PCR-Testergebnis reiche nicht aus. Im Falle einer Antigen-Feststellung bleibe die Frage, ob ein Arzt hinzugezogen wurde und festgestellt hat, ob die Person krank oder gesund war – und diese Frage müsse von einem Arzt beantwortet werden.

Antigentests ohne Symptome „hochfehlerhaft“

Darüber hinaus seien die Antigen-Tests (auch Schnelltests) bei fehlenden Symptomen „hochfehlerhaft“, so das Gericht. Dennoch stütze sich die Corona-Kommission für aktuelle Analysen ausschließlich auf Antigen-Tests. Wenn nun die Corona-Kommission für die Einstufung als „Kranke/Infizierte“ die Falldefinition des Gesundheitsministers und nicht jene der WHO zugrunde gelegt habe, sei dies falsch.

Zudem seien stark steigende Fallzahlen nicht zuletzt auf stark steigende Tests zurückzuführen, führt das Gericht aus. Im Urteil heißt es, dass  „keine validen und evidenzbasierten Aussagen und Feststellungen“ vorliegen, um das Seuchengeschehen zu bewerten. Mit anderen Worten: Ob und in welchem Umfang eine Pandemie vorliegt, kann den Daten nicht entnommen werden.

Gegen das Urteil ist eine ordentliche Revision unzulässig. Es besteht aber die Möglichkeit, eine Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof und/oder eine außerordentliche Revision beim Verwaltungsgerichtshof binnen sechs Wochen zu erheben.

Twitter-User feiern das Urteil aus Österreich

Auf Twitter wurde das Urteil mit Wohlwollen begrüßt. Jemand warnte schon einmal den bayerischen Ministerpräsidenten mit den Worten vor:

Ach ja, man darf gespannt sein wie sich das Urteil des Verwaltungsgerichts in Wien auch auf die deutsche Corona-Politik auswirkt.“

Einer feiert:

„SENSATION!!!: PCR Test nicht geeignet für Diagnose! Pandemie ist hiermit beendet!“

Welche Auswirkungen das österreichische Urteil auf Deutschland hat, bleibt abzuwarten. Aufgrund der Tatsache, dass auch hier die Datenerhebung auf der Grundlage positiver PCR-Testergebnisse ohne ärztliche Diagnose basiert, könnte die Justiz den Urteilsspruch des Nachbarlandes als Richtschnur nehmen, um zukünftige Entscheidungen zu treffen.

Vor allem für die nun angestrebten Corona-Massenselbsttests als Eintrittskarte für Shoppingtouren könnte dies das Ende sein. Denn nach dem Urteil aus Österreich braucht es für den Nachweis, dass jemand infiziert ist, neben einem positiven PCR-Test eine ärztliche Bestätigung. Dass nun gesunde Bürger angehalten werden, mit einem negativen Selbsttest nachzuweisen, dass sie nicht infektiös sind, damit ihnen der Zugang zu Geschäften gewährt wird, könnte auf Unverständnis der deutschen Richter stoßen, wenn auch sie zu dem Ergebnis kommen, dass die Datenlage nicht geeignet ist, um das Infektionsgeschehen und damit das Vorliegen einer Pandemie zu bewerten.

Hier geht es zum Urteil des Verwaltungsgerichts Wien vom 24. März 2020.

Aus anwaltlicher Sicht fasst der Österreicher Rechtsanwalt Mag. Gerold Beneder das Urteil in seinem YouTube-Video zusammen und räumt damit auch die letzten Bedenken aus, dass es sich bei dem Urteil um einen Aprilscherz handeln könnte.


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UPDATES:

STOPPT DEN PCR-TERROR
CDC wird Antrag auf Verwendung von RT-PCR zurückziehen

In einer Ankündigung vom 21. Juli teilte das Centre for Disease Control and Prevention, die nationale Gesundheitsbehörde der Vereinigten Staaten, mit, dass es seinen Antrag an die US-amerikanische FDA "für die Emergency Use Authorization (EUA) des CDC 2019-Novel Coronavirus (2019-nCoV) Real-Time RT-PCR Diagnostic Panel, dem im Februar 2020 erstmals vorgestellten Assay nur zum Nachweis von SARS-CoV-2, zurückziehen wird." Dies wird nach dem 31. Dezember 2021 in Kraft treten.

Die CDC wies die klinischen Labore und Prüfstellen, die den CDC 2019-nCoV RT-PCR-Assay verwendet haben, an, mit dem Übergang zu einem anderen FDA-autorisierten COVID-19-Test zu beginnen, der auf der FDA-Website zugänglich ist, und erklärte, dass sie "diese Vorankündigung für klinische Labore bereitstellt, damit sie genügend Zeit haben, eine der vielen FDA-autorisierten Alternativen auszuwählen und zu implementieren."

Die Gesundheitsbehörde ermutigte die Labore, die Einführung von Multiplex-Methoden in Betracht zu ziehen, die den Nachweis und die Differenzierung von SARS-CoV-2 und Influenza-Viren erleichtern, da das Land in die Influenza-Saison geht.

Die Ankündigung kommt zu einer Zeit, in der viele Städte in Indien, Australien und weltweit den RT-PCR-Test als Eintrittskarte in die jeweiligen Staaten, in Gebäude und Prüfungszentren sowie Transportmittel machen.

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BREAKING

DROSTEN PCR TEST IN DIE TONNE - Nach dem 31. Dezember 2021 wird die CDC den Antrag an die FDA auf Emergency Use Authorization (EUA) des RT-PCR Tests für SARS-CoV-2 Tests zurückziehen - STOPPT DIE PCR TESTS WELTWEIT

19. Juli 2021

AM 21. Juli 2021 wird die CDC bekannt geben:
Lab Alert: Änderungen an CDC RT-PCR für SARS-CoV-2-Tests

Zielgruppe: Personen, die COVID-19-Tests durchführen

Ebene: Labor-Warnung

Nach dem 31. Dezember 2021 wird die CDC den Antrag bei der U.S. Food and Drug Administration (FDA) auf Emergency Use Authorization (EUA) für das CDC 2019-Novel Coronavirus (2019-nCoV) Real-Time RT-PCR Diagnostic Panel zurückziehen, den im Februar 2020 erstmals vorgestellten Assay [Anm.: Vom inzwischen berüchtigten Dr. Drosten, Charité Klinikum Berlin] nur für den Nachweis von SARS-CoV-2. Die CDC gibt diese Vorankündigung, damit klinische Labore ausreichend Zeit haben, eine der vielen von der FDA zugelassenen Alternativen auszuwählen und zu implementieren.

Eine Liste der autorisierten COVID-19-Diagnosemethoden finden Sie auf der FDA website. Eine Zusammenfassung der Leistung von FDA-autorisierten molekularen Methoden mit einem FDA-Referenzpanel finden Sie auf dieser Seite.

In Vorbereitung auf diese Änderung empfiehlt CDC klinischen Laboratorien und Prüfstellen, die den CDC 2019-nCoV RT-PCR-Assay verwendet haben, einen anderen FDA-autorisierten COVID-19-Test auszuwählen und mit der Umstellung zu beginnen. CDC ermutigt Labore, die Einführung einer Multiplex-Methode zu erwägen, die den Nachweis und die Differenzierung von SARS-CoV-2 und Influenza-Viren erleichtern kann. Solche Assays können die kontinuierliche Testung sowohl auf Influenza als auch auf SARS-CoV-2 erleichtern und im Vorfeld der Grippesaison sowohl Zeit als auch Ressourcen sparen. Labore und Teststellen sollten den ausgewählten Assay in ihrer Einrichtung validieren und verifizieren, bevor sie mit klinischen Tests beginnen.

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The Laboratory Outreach Communication System

Laboratory Outreach Communication System (LOCS) | Division of Laboratory Systems (DLS)

Center for Surveillance, Epidemiology, and Laboratory Services (CSELS)

Centers for Disease Control and Prevention (CDC)

www.cdc.gov/csels/dls/locs

Page last reviewed: July 19, 2021

Content source: Division of Laboratory Systems (DLS)

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Brennpunkt 5

Zwangsdenken und Zirkelschlüsse im Materialismus, Stand der Kontrollexperimente, Wissenschaft als Pseudoreligion

Dr. Stefan Lanka & Dean Braus - 10. Juni 2021

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Freifahrtschein in den Teststellen muss Jens Spahns letztes Fiasko gewesen sein

Von  - 01. Juni 2021

Impf-Debakel, Schnelltest-Panne und jetzt die Abzocke durch Corona-Teststellen auf Kosten des Steuerzahlers – die Liste der Verfehlungen des Bundesgesundheitsministers ist mittlerweile unerträglich lang. Längst sind personelle Konsequenzen überfällig. Das einzige, was Spahn vor einem Rücktritt retten kann, ist die Bundestagswahl in wenigen Monaten. Und dann?

Coronavirus - Bundesgesundheitsminister Spahn eröffnet Testbus

Jens Spahn und Leibwächter Bild: Kay Nietfeld/dpa

Es war von Anfang an sonnenklar, dass Jens Spahns Test-Verordnung dem Missbrauch Tür und Tor öffnet. Unkompliziert und unbürokratisch sollten viele privat betriebene Teststellen das alltägliche Leben in der Pandemie erleichtern – ein schneller Schnelltest für den Restaurant- oder Museumsbesuch. Schnell und unbürokratisch eröffneten dann auch kriminelle Clans ihre Testzentren in Shisha-Bars, Wettbüros und Strip-Clubs, um ordentlich Kasse zu machen.

Pro Test kassiert die Neuköllner Shisha-Bar also 18 Euro aus dem Bundeshaushalt. Allein in Berlin gibt es 1500 Teststationen. Im April und Mai hat das Bundesamt für Soziale Sicherung rund 700 Millionen Euro an die Zentren in Deutschland ausgezahlt. Sicher sind die allermeisten Testzentren sehr seriös. Doch überprüft wird da nichts. Kontrollen sind auch nicht vorgesehen. Geht auch schlecht: „Die zu übermittelnden Angaben dürfen keinen Bezug zu der getesteten Person aufweisen“, heißt es in § 7 Abs. 4 der Testverordnung. Der Datenschutz wird nun auch beim Testen besonders von Kriminellen eisern befolgt. „Das System ist eine Lizenz zum Gelddrucken,“ so die Berliner Staatsanwaltschaft.

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Positiver Corona-Schnelltest trotz Impfung?

Der Fruchtsaft-Effekt existiert! - Immense Folgen insbesondere für Schulkinder

Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Ulrich Kutschera - 26. Mai 2021

Am 21. Dezember 2020 behauptete „Correctiv.Faktencheck“, es gäbe keine Belege dafür, dass ein Corona-Schnelltest positiv auf Fruchtsaft reagieren kann.

In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Laborjournal“ (5/2021) lesen wir aber, dass diese „Orangen-Wirkung“ auf SARS-CoV-2-Antigen-Analysen sehr wohl nachgewiesen ist. Eine Klarstellung.

Das in meiner Geburtsstadt Freiburg i.Br., wo ich noch heute Teile meiner Bibliothek untergebracht habe, herausgegebene „Laborjournal“ wird von einem Team fachkompetenter Naturwissenschaftler erstellt, die mit süddeutschem Humor ihre Editorials verfassen.

Es lohnt sich immer wieder, diese locker formulierten, originellen Texte zu lesen, bei welchen man durchaus den typischen „Freiburger Stil“ heraushören kann. Im „Laborjournal-Magazin für Medizin und Biowissenschaften-Mai /2021“, kurz „LJ-5/21“ genannt, gehen die Redaktionsmitglieder (5 Männer, eine Frau) u.a. auf die „Corona-Selbsttests“ ein.

Im burschikosen Stil lesen wir das Folgende: „Schon Mitte Mai kamen die ersten Selbsttests in unsere Redaktion. Seither popeln wir uns alle 2 bis 3 Tage selbstständig und völlig ungehemmt in der Nase. ‚Ich bin negativ!‘, ruft’s dann irgendwann aus einer Ecke des Büros. ‚Ich auch!‘, schallt’s aus einer anderen Ecke zurück. Solchermaßen kollektiv beruhigt setzen wir die Masken ab und beginnen – jetzt endlich ausreichend mit Sauerstoff versorgt – zu arbeiten.“ Diese Zeilen aus dem „LJ-5/21“ belegen, dass die Redaktionsmitglieder freimütig zugeben, dass Gesichtsmasken die O2-Versorgung des atmenden Menschen behindern – den Effekt der Rückatmung von ausgehauchtem Kohlendioxid (CO2) – mit negativen gesundheitlichen Folgen für den Organismus (Ansäuerung des Bluts usw.) erwähnen sie nicht. Bedenken wir nun, dass Kinder eine etwa doppelt so hohe Grundstoffwechsel-Rate besitzen, verglichen mit Erwachsenen (bezogen auf die jeweilige Körpermasse), so wird deutlich, was derzeit unserem Nachwuchs angetan wird: Unsere Kinder werden genötigt, wider die Natur des Menschen ihre Gesichtchen zu verhüllen, und man nimmt ihnen hierbei auch noch buchstäblich „die Luft zum Atmen weg!“ Und das in der Schule auch bei negativem Schnelltest!

Zurück in die LJ-Redaktion. Originalzitat: „Neulich dann der Schock: ‚Ich bin positiv!‘ Verdammt! Schnell setzen alle die Maske wieder auf. ‚Warst Du auf einer Corona-Party, oder was?‘ – ‚Quatsch, ich war die letzten Tage nur zuhause. Und natürlich hier. Aber vor allem bin ich doch geimpft!'“ Ein zweiter SARS-CoV-2-Antigen-Schnelltest wurde am Geimpften durchgeführt, und dieser war wieder positiv! Originalzitat: „‚Ich gehe jetzt mal wohl besser zum Arzt und lasse einen PCR-Test machen’…. Am Nachmittag endlich der Rundruf: Der PCR-Test war negativ. Aufatmen, weiter arbeiten. Entwarnung verbreiten. Was bleibt, sind Zweifel an der Zuverlässigkeit der Selbsttests. Skurril: Der Arzt mit dem PCR-Test meinte, es käme hin und wieder vor, dass er Patienten mit positivem Schnelltest habe, die zuvor Orangensaft getrunken hätten – der PCR-Test sei dann aber negativ. Und tatsächlich hatte auch unser Kollege….eine Orange gefrühstückt…. Und wie kommt der Orangensaft in die Nasenschleimhaut? Die Nase isst mit? Statistisch gesichert sind solche Beobachtungen natürlich nicht. Allgemeines Rätselraten in der Redaktion“.

Soviel zu den Ereignissen in den LJ-Büroräumen. Da diese Aussagen von biowissenschaftlich geschulten Personen publiziert worden sind, habe ich keine Zweifel an deren Korrektheit – auch die Schnelltests wurden sicher gemäß den Anleitungen der Hersteller durchgeführt. Diese wurden für erwachsene Personen konzipiert, da eine Nasenlochtiefe von mindestens 2 cm im Beipackzettel angegeben wird – was für Kindernäschen nicht gegeben ist.

Wie ist der hier dokumentierte positive Orangensaft- Effekt auf den SARS-CoV-2-Antigen-Test eines geimpften Erwachsenen zu erklären? Fruchtsäfte sind wegen der Säuren im wässrigen Substanzgemisch durch niedrige pH-Werte gekennzeichnet. Durch Säureaufnahme, möglicherweise über die Atemaktivität in die Nasenschleimhaut gelangt, kann theoretisch ein Antigen-Test zu einer artifiziellen pos. Farbreaktion gebracht werden. Diese Hypothese ist leicht überprüfbar, nicht jedoch definitiv bestätigt. Ich halte sie für eine sehr wahrscheinliche Erklärung für das Phänomen, dass Orangen-Konsum vor einem Schnelltest eine positive Farbreaktion hervorbringen kann.

Wie dem auch sei – die gesellschaftlichen Konsequenzen, insbesondere für unsere Corona-geplagten Kinder, sind immens. Isst ein Kind zum Frühstück eine Frucht, oder trinkt entsprechenden Saft, so kann ein biochemisches Artefakt herbeigeführt werden – ein scheinbar positiver Corona-Selbsttest des in den Nasenlöchern herumgefummelten, nicht um Zustimmung gefragten Schülers im Klassenzimmer! Das Opfer dieser Säure-Reaktion in der Nasenschleimhaut wird dann öffentlich als möglicher Virenverbreiter gebrandmarkt, abgeführt und von einem Elternteil in „Isolationshaft“ gebracht. Erst nach negativem PCR-Test darf die so geschundene Kinderseele wieder am sozialen Klassenleben teilnehmen.

Fazit: Nach den hier zusammengetragenen Befunden sollte „Correktiv.Faktencheck“ vorsichtiger argumentieren und wirklich alle empirischen Befunde berücksichtigen – den Fruchtsaft-Effekt scheint es wirklich zu geben, wenn auch eine wissenschaftlich fundierte, kontrollierte Studie dazu – soweit mir bekannt – noch aussteht.

Weitere Infos zur Zuwanderungs-, Kohlendioxid- und Coronaviren-Problematik – insbesondere zu der Bedeutung von PCR-Tests und der CO2-Rückatmung unter der Gesichtsmaske – habe ich in meinem aktuellen Buch „U. Kutschera: Klimawandel im Notstandsland. Biologische Realitäten widerlegen Politische Utopien, 2. Auflage. Tredition, Hamburg 2021“ zusammengestellt, siehe hier.

Autor:

Prof. Dr. Ulrich Kutschera ist ein in Deutschland und den USA tätiger Evolutionsbiologe und Physiologe. Als Autor von über 300 wiss. Publikationen und 14 Fachbüchern verfügt er über ein breites Spektrum experimenteller Erfahrungen, auch zum Thema „Sexual- und Humanbiologie“,siehe www.evolutionsbiologen.de.

Bild: Horth Rasur/Shutterstock

Text: Gast - Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Und ich bin der Ansicht, dass gerade Beiträge von streitbaren Autoren für die Diskussion und die Demokratie besonders wertvoll sind. Ich schätze meine Leser als erwachsene Menschen, und will ihnen unterschiedliche Blickwinkel bieten, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.

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HEIDELBERG: DROSTEN LEGT BEIM GERICHT GUTACHTEN ZUM PCR TEST VOR

Kontroverse um PCR-Test: Drosten legt Gutachten vor – Anwältin fordert weitere Antworten

Auch wenn mittlerweile vor allem das Thema Impfen die Corona-Debatte bestimmt: Der mutmaßliche "Gold-Standard" unter den Nachweisverfahren für eine Corona-Infektion sorgt nach wie vor für Kontroversen. Für ein Verfahren am Amtsgericht Heidelberg forderte die Fachanwältin Beate Bahner ein Gutachten von Prof. Dr. Christian Drosten.

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PROZESS AM AMTSGERICHT

Drosten-Gutachten zum PCR-Test lässt Fragen offen

Endlich hat er Zeit gefunden, sich darum zu kümmern: Prof. Christian Drosten hat das von ihm geforderte Gutachten zum PCR-Test am Amtsgericht Heidelberg eingereicht. Wohl noch nicht das Ende vom Lied.

Von Simone Schamann - 08. Mai 2021

Rechtsanwältin Beate Bahner forderte Prof. Christian Drosten als Gutachter in einem Bußgeldverfahren an.
Rechtsanwältin Beate Bahner forderte Prof. Christian Drosten als Gutachter in einem Bußgeldverfahren an.

Die wichtigste Frage im Verfahren – ob der PCR-Test geeignet sei, eine akute Infektion im Sinne des Infektionsschutzgesetzes nachzuweisen – ist aus Sicht von Rechtsanwältin Beate Bahner mit dem Gutachten, auf das Beobachter der Kontroverse seit Monaten gespannt gewartet haben, noch immer nicht beantwortet.

Bahner zum Nordkurier: 

„Professor Drosten hat sich in seinem Gutachten nur mit dem Nachweis zurückliegender Infektionen beschäftigt. Dass der PCR-Test das kann, ist unbestritten. Es geht im Infektionsschutzgesetz und damit in dem Verfahren allerdings um den eindeutigen Nachweis akuter ansteckender Infektionen. Die Frage ist, ob der PCR-Test die Ansteckungsgefahr zweifelsfrei belegen kann. Hierzu äußert sich Professor Drosten aber leider nicht.” Die Anwältin hat nun ein Ergänzungsgutachten beantragt.

Langes Warten auf kurzes Gutachten

Bahner hatte Drosten als Sachverständigen für ein eigentlich marginales Verfahren am Amtsgericht Heidelberg angefordert, der zuständige Richter war ihrem Vorschlag gefolgt. Der Fall: Bahners Mandantin soll ein Bußgeld zahlen, weil sie sich weigerte, zum Abschluss einer Reisequarantäne einen PCR-Test zu machen. Die bekannte Anwältin argumentiert, dass der PCR-Test nicht geeignet sei, eine akute ansteckende Infektion nachzuweisen, weil er aufgrund seiner hohen Empfindlichkeit selbst bei winzigsten Viruspartikeln – die keine Erkrankung im Körper auslösen – regelmäßig falsch-positive Ergebnisse anzeigt.

Dass eine als maßnahmenkritisch bekannte Anwältin den Chefvirologen und Regierungsberater Drosten als Sachverständigen quasi herausfordert, war im Februar bekannt geworden und hatte für Aufsehen gesorgt. Drosten äußerte sich nicht dazu, auch das lange Warten auf seine Antwort habe nichts zu sagen, hieß es zwischenzeitlich von der Charité. Das Zeitbudget des Professors sei einfach knapp bemessen.

Monate später liegt sein Gutachten zur Thematik endlich vor. Auf vier Seiten führt Prof. Drosten aus, was der PCR-Test alles kann und wie er genau funktioniert.

Drosten: „Insofern lässt sich klar bestätigen...”

Zusammenfassend heißt es: 

„Unter ordnungsgemäßer Anwendung und Einhaltung aller fachlichen Vorgaben nach dem gegenwärtigen Stand der Wissenschaft und Technik kommt ein positiver, entsprechend entwickelter PCR-Test auf ein bestimmtes Virus (etwa SARS-CoV2) bei der Anwendung am Menschen dann vor, wenn Genmaterial des betreffenden Virus (etwa von SARS-CoV2) vorliegt. Eine nachweisbare Menge von Genmaterial des Virus (etwa von SARS-CoV2) liegt ausschließlich nach Eindringen des Virus in Körperzellen mit Virusvermehrung vor.

Insofern lässt sich im Falle von SARS-CoV2 klar bestätigen, dass ein ordnungsgemäß durchgeführter PCR-Test die Aufnahme des Krankheitserregers und seine nachfolgende Entwicklung oder Vermehrung im menschlichen Organismus nachweist.“

Bahner: „Hierauf kommt es in der Coronakrise nicht an.“

Für Rechtsanwältin Bahner ist der Knackpunkt damit nicht geklärt. Sie teilte dem Vorsitzenden Richter mit, dass Sie keine Veranlassung sieht, den Einspruch gegen das Bußgeld aufgrund des nun vorliegenden Gutachtens zurückzunehmen. Bei Gericht reichte sie weitere Fragen an Prof. Drosten mit der Bitte um ein Ergänzungsgutachten ein.

In Bahners Begründung heißt es unter anderem: 

„Der Sachverständige legt in seinem Gutachten auf Seite 3 dar, dass der Nachweis von Virus-Genabschnitten in der PCR eine Mindestmenge von Virusmaterial auf der Schleimhaut voraussetzt, die (unter natürlichen Umständen) nur im Rahmen einer `vorangegangenen` Infektion mit aktiver Vermehrung des Virus auftritt.

Der PCR-Test ist ein nobelpreisgekröntes Diagnostikinstrument, welches kleinste DNA- und RNA-Schnipsel detektiert – und zwar noch Jahre und Jahrzehnte später. Hierauf kommt es in der Coronakrise nicht an. Es kommt nicht darauf an, ob jemand vor 6 Monaten oder vor 6 Jahren mit Corona oder einem Grippevirus infiziert war. Es kommt einzig und allein darauf an, ob die getestete Person akut infiziert ist. Die `Aktualität` und `Akutheit` schreibt §7 IfSG auch ausdrücklich vor. [...]“

Die Debatte um die Eignung des PCR-Tests als wichtigstes Diagnose-Tool im Pandemie-Management geht also vermutlich in die zweite Runde.

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Beate Bahner - Gutachten PCR Test - REPLAY BittelTV

May 7, 2021

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PREMIERE: VIROLOGIE WIDERLEGT

Gespräch über die AntigentestS, Professor Bhakdi, CPE, Kontrollexperiment, Projekt Immanuel, Worte zu Wissenschaft und Ethik.

Brennpunkt 4 - Dr. Stefan Lanka & Ryo & Dean Braus - 21. April 2021

WICHTIG: PROJEKT IMMANUEL 

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Die Bundesregierung hält Daten zur Fehlerquote der PCR-Tests zurück – Gesetzeswidrig

Im letzten Jahr liefen drei Ringversuche, die die Qualität der deutschen Labore hinsichtlich der PCR-Testungen feststellen sollte. Die Ergebnisse liegen seit Monaten der Bundesregierung vor und werden nicht veröffentlicht – obwohl sie dazu per Gesetz verpflichtet ist.

In Deutschland ist der INSTAND e.V. eine von der Bundesärztekammer bestellte Institution, die unter anderem die Qualitätssicherung in der Labormedizin sicherstellen soll. Im letzten Jahr wurden drei Ringversuche zur Feststellung der Qualität der PCR-Tests durchgeführt, mit denen ja bekanntlich eine SARS-CoV-2 Infektion festgestellt wird.
In diesen Ringversuchen werden Referenzproben an alle beteiligten Labore versendet. Diese untersuchen die Testproben, senden die Ergebnisse zurück und am Ende kann man auswerten, wie viele Proben richtig bzw. falsch erkannt wurden.

Gesetze für das Volk aber nicht die Regierung?

Darauf basierend kann man vor allem die beiden wichtigen, testrelevanten Größen „Sensitivität“ und „Spezifität“ bestimmen. Die Sensitivität gibt an, bei welchem Prozentsatz an wirklich infizierten Patienten diese Infektion mittels des Tests auch wirklich festgestellt wird. Die Spezifität gibt an, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass gesunde Menschen auch als gesund – und nicht fälschlicherweise als infiziert – erkannt werden.
Besonders Quantitätsmedien wie die Tagesschau melden immer wieder utopische Werte für diese beiden Größen: „Nimmt man eine Sensitivität von 100 Prozent und eine Spezifität von 99,8 Prozent an […]“. Dass diese Werte fernab jeglicher Realität liegen, zeigen Auswertungen anderer PCR Tests – und das könnten auch die drei Ringversuche des INSTAND e.V. aus dem letzten Jahr.
Verschaffen wir uns zunächst einen Überblick über die drei Ringversuche aus dem Jahr 2020:

  • Ringversuch 3 (Versand der Proben: 03.04.2020, Einsendeschluss der Ergebnisse: 28.04.2020, Versand der Auswertung: 01.05.2020)
  • Ringversuch 4 (Versand der Proben: 26.06.2020, Einsendeschluss der Ergebnisse: 22.07.2020, Versand der Auswertung: 11.09.2020)
  • Ringversuch 6 (Versand der Proben: 11.11.2020, Einsendeschluss der Ergebnisse: 27.11.2020, Versand der Auswertung: 23.12.2020)

Leiter aller Ringversuche waren Prof. Dr. rer. nat. Heinz Zeichhardt und Dr. rer. nat. Martin Kammel.
Der Versand der Auswertung bezieht sich immer nur auf das Versenden der Auswertungen an die beteiligten Labore – nicht, das öffentliche zur Verfügung stellen eben dieser. Interessant ist, dass für den Ringversuch 3 die Ergebnisse am 01.05.2020 versendet wurden und bereits ein Tag später die Ergebnisse in Form einer 51 Seitigen Auswertung veröffentlicht wurden.
Das Multipolar-Magazin hat schon im Mai 2020 die Ergebnisse analysiert und sie waren erschreckend:

Je nach Test war man weit von den „99,8 Prozent“ Genauigkeit entfernt, die die Tagesschau propagiert. Mit solchen Werten kann die Pandemie nicht enden, schlussfolgerte das Multipolar-Magazin.

Nun, vermutlich in Folge solcher Berichte, hat sich INSTAND e.V. dem politischen Druck gebeugt und einfach keine Auswertungen mehr für die Ringversuche 4 und 6 veröffentlicht. Es hat dennoch die Auswertungen termingerecht an die beteiligten Labore versendet. Allein das ist im Grunde genommen schon ein Skandal: der INSTAND e.V. – als angeblich „unabhängiger Verein“ – ist nicht in der Lage, die Ergebnisse in gewohnter Weise zu veröffentlichen?
Jedoch wird es erstmal noch spannender, denn der Fisch stinkt ja bekanntlich vom Kopf… Schaut man nach, welche Labore bei den Ringversuchen beteiligt waren, findet man auch ein staatliches Labor wieder, oder besser gesagt ein Labor des Robert-Koch-Instituts, das dem Bundesgesundheitsministerium untersteht:

INSTAND-Experten Labor:
Robert Koch-Institut, Abt. Infektionskrankheiten, FG 17 Influenzaviren und weitere Viren des Respirationstraktes, Nationales Referenzzentrum für Influenza, Nationales Konsiliarlaboratorium für Respiratorische Syncytialviren (RSV), Parainfluenzaviren, Metapneumoviren, Berlin: Dr. R. Dürrwald, Dr. B. Biere, Dr. J. Reiche

Und diese Tatsache führt uns nun wiederum zum Informationsfreiheitsgesetz:

Jeder hat nach Maßgabe dieses Gesetzes gegenüber den Behörden des Bundes einen Anspruch auf Zugang zu amtlichen Informationen.

Artikel 1, Informationsfreiheitsgesetz

Ein Bürger hat auf genau dieser Grundlage schon im Oktober 2020 bei fragdenstaat.de eine Anfrage an das RKI gestellt, in der genau die Herausgabe der Ergebnisse des Ringversuchs 4 beim RKI gefordert wird.

In der Anfrage liest man Passagen wie:

Die Dringlichkeit dieser Anfrage schätze ich daher als elementar hoch.
Derzeit werden aufgrund der Testergebnisse Maßnahmen angeschoben, die die gesamte Bevölkerung in Deutschland betreffen und weitere massive Grundrechtseinschränkungen begründet.
Eine Prüfung der Verhältnismäßigkeit findet derzeit nicht statt.
Die Antwort auf meine aktuelle Anfrage kann hierzu eine wesentliche Aufklärung bringen und müsste auch im eigenen Interesse des RKI liegen.

Die Ringversuche des Instand e.V. werden vom RKI als Beleg für die hohe Qualität der PCR-Tests auf SARS-CoV-2 angeführt. Das RKI schreibt: „Die dabei bisher erhobenen Ergebnisse spiegeln die sehr gute Testdurchführung in deutschen Laboren wider.“ Die konkreten Ergebnisse dieser Ringversuche sind für den öffentlichen Diskurs auch aus meiner Sicht enorm wichtig.

Das RKI hat ein einziges Mal auf die Anfrage, am 28.10.2020, geantwortet:

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass derzeit alle Kräfte gebündelt daran arbeiten, diese außergewöhnliche Situation zu bewältigen. Aus diesem Grunde müssen wir Sie noch um etwas Geduld bitten.

Auf weitere Nachrichten des Anfragestellers bzw. Angebote (die Daten auch persönlich abzuholen), kam von Seiten des RKI keine Antwort mehr.
Im Februar 2021 findet man dann eine zweite Anfrage, die die Herausgabe der Ergebnisse von Ringversuch 6 fordert – mit exakt derselben Antwort des RKI. In einer Antwort des Anfragestellers bekommt man zudem die Info:

Derzeit läuft eine Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin zur Herausgabe der Auswertungen zum Termin 4. Das RKI hat bereits bestätigt, dass die Herausgabe der Informationen nach dem IFG zu erfolgen hat […]

Dennoch sind die Daten bis heute nicht öffentlich zugänglich.
Wir vom Corona Blog Team finden dieses Verheimlichen von Daten skandalös und fragen uns darüber hinaus: Wozu haben wir überhaupt Gesetze, wenn sich nicht einmal die Bundesregierung bzw. ihre Behörden selbst daran halten?

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Die Resultate vom Juli 2020 wurden vor kurzem freibekommen oder geleakt: https://twitter.com/BenMarten/status/1369140693856219137

 

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Hammer-Gerichtsurteil: Belgiens Corona-Maßnahmen rechtswidrig

"Bürgerliche Freiheitsrechte und Menschenrechte ohne Rechtsgrundlage eingeschränkt"

VERÖFFENTLICHT AM 

„Belgien muss nach einem Gerichtsurteil wegen unzureichender Rechtsgrundlage alle Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zurücknehmen“, schreibt die Schweizer Zeitung „Blick„. Die Zentralregierung in Brüssel hat nun 30 Tage Zeit, den Richterspruch umzusetzen, oder die aktuellen Regelungen gesetzeskonform zu machen. Gelingt ihr das nicht, muss sie alle Corona-Einschränkungen aufheben. Eine Sprecherin des Innenministeriums bestätigte das Urteil dem Bericht von „Blick“ zufolge. Die Regierung habe bürgerliche Freiheitsrechte und Menschenrechte ohne die nötige Rechtsgrundlage eingeschränkt, befand der Richter laut dem öffentlich-rechtlichen belgischen Fernsehen RTBF .

Kläger war die „Liga für Menschenrechte“. Sie zog gegen den belgischen Staat vor einigen Wochen vor Gericht, weil sie geltend machte, die Entscheidungen während der Corona-Pandemie hätten keine gültige Rechtsgrundlage. Der Richterspruch setzt eine Strafe von 5000 Euro täglich fest, deckelt die Gesamthöhe der Strafe für den Fall, dass die Entscheidung nicht umgesetzt wird, aber bei 200.000 Euro.

Nach Angaben der belgischen Zeitung «De Standaard» kann die Regierung in Brüssel zwar Berufung einlegen. Eine solche würde aber keine aufschiebende Wirkung entfalten. Hintergrund der Entscheidung sind die strengen Corona-Regeln in dem deutschen Nachbarstaat. Die Menschen dort dürfen nur mit einer Person außerhalb der eigenen vier Wände engen Kontakt haben. An der frischen Luft ist es maximal vier Personen gestattet, sich zu treffen, und auch das nur mit Maske. Shoppen können Belgier nur, wenn sie einen Termin haben. Die Gastronomie ist seit Monaten geschlossen, so „Blick“.

Die Richter kamen nun zu dem Schluss, dass die Rechtsgrundlage für all diese Maßnahmen nicht ausreichend sei. „Das Gerichtsurteil bedeutet nicht, dass die Corona-Einschränkungen nicht mehr gelten“, beeilt sich die Tagesschau mitzuteilen: „Sie bleiben in Kraft, aber die Regierung ist verpflichtet, innerhalb von 30 Tagen ein ordentliches Gesetzgebungsverfahren einzuleiten. Und das bedeutet: Das belgische Parlament muss eingebunden werden.“ Die parlamentarische Debatte müsse wieder in den Mittelpunkt gestellt werden, erklärte dem Bericht zufolge die Liga für Menschenrechte, die geklagt hatte. Auch in einer Krisensituation müssten die Regeln des Rechtsstaats Priorität haben.

 

Bild: bekulnis/Shutterstock
Text: red

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EILMELDUNG: Belgien muss alle Corona-Maßnahmen in 30 Tagen beenden!

Von David Berger - 

Wegen unzureichender Rechtsgrundlage muss Belgien – so ein Gerichtsurteil von heute –  alle Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zurücknehmen.

Author:

David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Besteller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European). Seine Bibliographie wissenschaftlicher Schriften umfasst ca. 1.000 Titel.

https://philosophia-perennis.com/

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Unfassbar: Österreichisches Gericht entblößt Berlins Corona-Politik Verdacht der Verstöße gegen die WHO-Vorgaben

VERÖFFENTLICHT AM 

Es ist unglaublich, und ich habe die Tragweite selbst nicht sofort erkannt: Das österreichische Gericht, das in einer Entscheidung den Umgang der österreichischen Bundesregierung mit dem PCR-Test zerlegte und damit die gesamte Corona-Politik in Frage stellte, hat damit auch  – wohl ohne es zu ahnen – die Bundesregierung im fernen Berlin völlig entblößt. Denn was das Wiener Gericht der Regierung im eigenen Land vorwirft, ist genau der Punkt, zu dem ich sieben Mal in der Bundespressekonferenz nachhakte und nie eine Antwort bekam. Jetzt ist mir klar, warum – dank des Richterspruchs aus der Nachbarrepublik. Der bestätigt nämlich genau das, was ich bereits vermutete und worauf ich mit meinen Fragen abzielte: Dass die Bundesregierungen (in dem Fall in Österreich wie in Deutschland) gegen die Richtlinien der WHO verstoßen. Denkt man die Logikkette der österreichischen Richter zu Ende, erhärtet sich damit der Verdacht, dass unsere Corona-Politik rechtlich auf mehr als tönernen Füßen steht. Damit fügt sich alles wie ein Puzzle zusammen und das Wegducken der Regierung macht jetzt Sinn.

Meine Fragen richteten sich stets auf eine Informationsnotiz der WHO, die klare Richtlinien für PCR-Tests vorgibt. Etwa eine Wiederholung dieser Tests, wenn sie ohne Krankheitssymptome positiv ausfallen. Die Regierung blockt alle Fragen dazu ab; Ärzte berichteten, Tests würden bei uns in solchen Fällen nicht wiederholt. Damit ist klar: Die WHO-Vorgaben werden offenbar in Deutschland nicht eingehalten – daher auch das Schweigen der Regierung (nachzulesen hier). Und nicht nur Schweigen: Am Ende war in der Süddeutschen Zeitung eine ganze Seite Drei mit einem Hetzartikel gegen mich gefüllt, in welchem ich auch genau wegen der Nachfrage zu diesem Thema an Drosten und Spahn verleumdet wurde (siehe hier). Drosten spielte im Januar in der Bundespressekonferenz auf meine Frage hin die Informationsnotiz herunter und stellte sie als eine Art Verständnishilfe für Labore in Ländern mit schlechten Standards hin. Das österreichische Gericht sieht das, ebenso wie ich, nicht so. Es greift nun haargenau jene Informationsnotiz der WHO als Begründung für seine Entscheidung  auf. Entscheidend ist diese Passage auf Seite 8 des Urteils aus Wien, (im Wortlaut können Sie das gesamte Urteil des Gerichts hier nachlesen):

Der Gesundheitsdienst der Stadt Wien verwendet darin die Wörter „Fallzahlen“, „Testergebnisse“, „Fallgeschehen“ sowie „Anzahl an Infektionen“. Dieses Durcheinanderwerfen der Begriffe wird einer wissenschaftlichen Beurteilung der Seuchenlage nicht gerecht. Für die WHO (WHO Information Notice for IVD Users 2020/05, Nucleic acid testing (NAT) technologies that use polymerase chain reaction (PCR) for detection of SARS-CoV-2, 20 January 2021) ausschlaggebend ist die Anzahl der Infektionen/Erkrankten und nicht der positiv Getesteten oder sonstiger „Fallzahlen“. Damit bleibt es schon damit offen, von welchen Zahlen die „Information“ ausgeht. Die „Information“ nimmt Bezug auf die Empfehlung der Corona-Kommission vom 21.1.2021. Es ist mangels Angaben nicht nachvollziehbar, ob die dieser Empfehlung zugrundeliegenden Zahlen nur jene Personen enthalten, die nach den Richtlinien der WHO zur Interpretation von PCR-Tests vom 20.01.2021 untersucht wurden. Konkret ist nicht ausgewiesen, welchen CT-Wert ein Testergebnis hatte, ob ein Getesteter ohne Symptome erneut getestet und anschließend klinisch untersucht wurde. Damit folgt die WHO dem Erfinder der PCR-Tests, … (es wird ein nicht ganz ausgeschriebener Youtube-Link angeführt, Anm. BR). Mutatis mutandis sagt er damit, dass ein PCR-Test nicht zur Diagnostik geeignet ist und daher für sich alleine nichts zur Krankheit oder einer Infektion eines Menschen aussagt.

Was das österreichische Gericht ausführt, gilt eins zu eins für Deutschland: Aufgrund des hartnäckigen Schweigens der Regierung liegt auch bei uns der Verdacht mehr als nahe, dass sich die Behörden nicht an die Vorgaben der WHO halten. Und damit würde ihr ganzes Argumentationsgebäude zusammenbrechen. In einer funktionierenden Politik- und Medienlandschaft würden die Nachrichten von dem Urteil in Wien und seinem Hintergrund platzen wie eine Bombe. Es wäre ein riesiges Thema, die Regierung müsste sich massiv rechtfertigen. In Deutschland wird das Thema bisher kaum aufgegriffen.

Im konkreten Fall in Österreich ging es um eine Klage der FPÖ. Ihr wurde Ende Januar eine Versammlung in Wien untersagt. Dagegen klagte die Partei vor dem Verwaltungsgericht Wien. Das gab ihr Recht. Die Richter übten massive Kritik an der Corona-Politik der österreichischen Bundesregierung (nachzulesen hier). Das Urteil hat die Geschäftszahl VGW-103/048/3227/2021-2. M.W. ist es noch nicht rechtskräftig, was aber seine Relevanz und vor allem Symbolkraft nicht einschränkt.

Bild: Screenshot/Youtube/Phoenix
Text: red

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Sensationsurteil in Österreich: PCR-Test nicht als Infektionsnachweis geeignet

"Keine validen und evidenzbasierten Aussagen und Feststellungen"

VERÖFFENTLICHT AM 

Ein österreichisches Gericht kam zu dem Schluss, dass ein PCR-Test in der Form, wie er in Österreich angewandt bzw. gewertet wird, nicht dazu geeignet ist, eine Infektion nachzuweisen. Im konkreten Fall ging es um eine Klage der FPÖ. Ihr wurde Ende Januar eine Versammlung in Wien untersagt. Dagegen klagte die Partei vor dem Verwaltungsgericht Wien. Das gab ihr Recht. Die Richter übten massive Kritik an der Corona-Politik der österreichischen Bundesregierung. „Aufgrund des Erkenntnisses steht fest, dass die Polizei auf Basis dieser Zahlen künftig keine regierungskritischen Versammlungen mehr verbieten darf“, schreibt die Internetzeitung „Report 24“. Das Gericht kommt zu dem Schluss, dass Wiens Gesundheitsamt, dessen Informationen die Grundlage für das Verbot der Versammlung durch die Polizei waren, „zum Seuchengeschehen keine validen und evidenzbasierten Aussagen und Feststellungen“ vorgelegt hat. Die gesamte Entscheidung des Gerichts im Wortlaut finden Sie hier.

Das Gericht führt wörtlich aus: „Geht man von den Definitionen des Gesundheitsministers, ‚Falldefinition Covid-19‘ vom 23.12.2020, aus, so ist ein ‚bestätigter Fall‘ 1) jede Person mit Nachweis von SARS-CoV-2 spezifischer Nukleinsäure (PCR-Test, Anm.), unabhängig von klinischer Manifestation oder 2) jede Person, mit Nachweis von SARS-CoV-spezifischem Antigen, die die klinischen Kriterien erfüllt oder 3) jede Person, mit Nachweis von SARS-CoV-spezifischem Antigen, die die epidemiologischen Kriterien erfüllt. Es erfüllt somit keiner der drei vom Gesundheitsminister definierten ‚bestätigten Fälle‘ die Erfordernisse des Begriffs ‚Kranker/Infizierter‘ der WHO. Das alleinige Abstellen auf den PCR-Test (bestätigter Fall 1) wird von der WHO abgelehnt.“

Dem Bericht zufolge kritisierte das Gericht auch die gesundheitspolitische Datenlage. Die Richter stellten fest, dass die Corona-Maßnahmen bis heute ohne jede Evidenz seien, was ihre Wirksamkeit angeht. In dem Gerichtsentscheid wird festgestellt, das die Definitionen für die Zählung einer Corona-Infektion nicht den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation entsprächen, wie „Report 24“ schreibt: „Die vor allem bei symptomlosen Personen höchst fehleranfälligen AntiGen-Tests sind demnach gänzlich ungeeignet, aber auch die PCR-Tests bedürfen einer Bestätigung durch eine ärztliche Untersuchung. All das ist in Österreich nicht gewährleistet, was das Gericht massiv kritisiert hat.“

Das Urteil hat die Geschäftszahl VGW-103/048/3227/2021-2. Kritiker der Corona-Politik sprechen von einer „bahnbrechenden Entscheidung“, einem „Sensationsurteil“ und einer „schallenden Ohrfeige“. Der Richterspruch erteilt der gesamten Corona-Politik in Österreich eine Absage, welche auf dem PCR-Test beruht. Für Deutschland hat das Urteil juristisch natürlich keinerlei Bedeutung, aber politisch ist seine Sprengkraft enorm. Kommentaren von Juristen aus der Corona-Protest-Bewegung im Internet zufolge hat das Gericht eine ordentliche Berufung ausgeschlossen. Das Urteil ist aufgrund anderer Möglichkeiten der Rechtsmittel aber offenbar dennoch noch nicht rechtskräftig. Diese Information ist aber vorläufig und bitte noch mit Vorsicht zu genießen.

Bild: Shutterstock
Text: red

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ICYMI:

GUTACHTEN ZU PCR-TEST

Drosten lässt Gericht schmoren

Prof. Drosten wurde in einem Verfahren um Corona und den PCR-Test als Gutachter benannt. Er schweigt schon ziemlich lange darüber, ob er der Aufgabe nachkommen wird. Weil die Fragestellung heikel ist?

Von Simone Schamann - 09. März 2021

Prof. Christian Drosten soll in einem Gerichtsverfahren die Eignung des PCR-Tests zum Nachweis von Infektionen im Sinne des Infektionsschutzgesetzes verteidigen. Die
Prof. Christian Drosten soll in einem Gerichtsverfahren die Eignung des PCR-Test zum Nachweis von Infektionen verteidigen. Die Idee, ihn als Sachverständigen anzufragen, hatte Rechtsanwältin Beate Bahner. Kappeler/ZVG/NK-Kombo

Dass Christian Drosten die Post vom Amtsgericht Heidelberg erreicht hat, bestätigte die Charité dem Nordkurier bereits vor zwei Wochen. Ihm sei die Anfrage bekannt, so Sprecherin Manuela Zingl, die Entscheidung, ob Prof. Drosten in dem Verfahren als Sachverständiger in Erscheinung treten wird, sei aber noch nicht gefallen. Damals hieß es, im Laufe der Woche würde es eine Antwort geben – gab es dann aber doch nicht. Als der Nordkurier zehn Tage später nochmals nachhakte, hieß es wieder, dass sich die Anfrage „weiterhin in Bearbeitung“ befinde.

Kontroverse um den PCR-Test

Warum dauert das so lange? Wirklich nur, weil das Zeitbudget von Deutschlands bekanntestem Virologen und Regierungsberater knapp bemessen ist und er Besseres zu tun hat? Oder auch, weil die Anfrage des Gerichts für den Wissenschaftler nicht ganz so einfach zu handhaben ist, wie es auf den ersten Blick aussieht? Es geht um die Frage nach der Eignung des PCR-Tests als verlässlichen Nachweis von Corona-Infektionen im Sinne des Infektionsschutzgesetzes. Ein Thema, das kontrovers diskutiert und längst nicht mehr nur von Querdenkern und anderen Maßnahmen-Kritikern kritisch gesehen wird.

Fest steht: Drosten dürfte der Gerichtsbeschluss seit geraumer Zeit vorliegen. Bereits am 04. Februar hatte ein Richter am Amtsgericht Heidelberg entschieden, dass der Charité-Professor ein schriftliches Gutachten anfertigen soll: „Zur Behauptung der Verteidigerin, dass ein PCR-Test keine Infektion im Sinne des §2 Infektionsschutzgesetz nachweisen könne, soll ein schriftliches Sachverständigengutachten erhoben werden. Zum Sachverständigen wird antragsgemäß bestimmt: Hr. Prof. Christian Drosten, Charité Berlin“, heißt es in dem Schreiben, über das der Nordkurier bereits berichtete.

Beruhen Corona-Maßnahmen auf falschen Zahlen?

Hintergrund: Seit Monaten wird vor allem seitens der Maßnahmen-Kritiker eindringlich darauf hingewiesen, dass der PCR-Test durch sein nobelpreisgekröntes Vervielfältigungsprinzip (Stichwort CT-Zahl) zwar extrem geringe Virenmengen detektieren kann, dadurch aber auch positiv ausfällt, wenn keine Infektion im Sinne des Infektionsschutzgesetzes und damit auch keine Ansteckungsgefahr vorliegt. Das wiederum würde Corona-Maßnahmen und Lockdowns, die ja auf hohen Fallzahlen und der Angst vor massenhafter Ansteckung beruhen, empfindlich infrage stellen.

Mehr lesen: PCR-Test-Hersteller – Die Hälfte aller Corona-Positiven ist nicht ansteckend

Für Drosten-Fans und Maßnahmen-Befürworter ist diese Argumentation ein rotes Tuch. Den Status der reinen Verschwörungstheorie hat sie allerdings spätestens im Dezember 2020 verlassen, als neben bekannten Maßnahmen-Gegnern auch ein großer PCR-Test-Hersteller und wissenschaftlicher Weggefährte Drostens öffentlich darauf hinwies, dass nur die Hälfte aller Corona-Positiven ansteckend ist. Um gefährlich für Dritte zu sein, müsse man „100 Mal mehr Viruslast in sich tragen als die Nachweisgrenze der Tests”, betonte Olfert Landt, Geschäftsführer des Berliner Unternehmens TIB Molbiol in einem Interview mit der Fuldaer Zeitung. Er wünsche sich seitens des RKI diesbezüglich „mehr Mut“.

WHO veröffentlichte PCR-Hinweis

Ende Januar 2021 wies dann auch die WHO in einer „Notiz für Anwender“ darauf hin, dass schwach positive PCR-Tests „vorsichtig“ und nur unter Berücksichtigung der CT-Zahl (je höher, desto weniger aussagekräftig) interpretiert werden sollten. Sei ein Test positiv, der Getestete aber asymptomatisch, solle der Test wiederholt werden. Vollkommen abwegig scheint das Infragestellen des PCR-Tests als ausschlaggebender Gradmesser der pandemischen Lage also nicht zu sein.

Bei der Verteidigerin, die Drosten als Gutachter im Verfahren um den PCR-Tests vorgeschlagen hat, handelt es sich um die Heidelberger Rechtsanwältin Beate Bahner, die seit Beginn der Pandemie als Anti-Maßnahmen-Aktivistin in Erscheinung tritt. Der zugrundeliegende Fall ist eigentlich nur eine kleine Bußgeldsache: Bahners Mandantin hatte sich geweigert, bei der Rückkehr aus dem Ausland einen PCR-Test zu machen, sie sollte deshalb 125 Euro Strafe zahlen.

Drosten als Gutachter – ein Vorschlag von Anwältin Beate Bahner

In ihrem Einspruch argumentiert die Anwältin, dass der PCR-Test zum Nachweis einer Infektion und im Umkehrschluss auch zum Nachweis einer fehlenden Infektion ungeeignet sei. „Als Gutachter wollte ich natürlich den Besten haben“, sagte sie dem Nordkurier dazu. Dass der Richter ihrem Wunsch, Drosten als Sachverständigen zu benennen, nachgekommen ist, habe sie überrascht und gefreut.

Nimmt Drosten die Aufgabe an, wäre es das erste Mal, dass Deutschlands Corona-Fronten in einem Gerichtsverfahren aufeinandertreffen. Und das könnte spannend werden. Zu spannend für den Wissenschaftler? Die Charité hat sich bis zum heutigen Dienstag nicht dazu geäußert, wie sich Christian Drosten zu der Angelegenheit verhalten will. Auch dem Amtsgericht Heidelberg liegt Angaben einer Sprecherin zufolge noch keine Zu- oder Absage des Charité-Professors vor.

So fing es an: Gericht stimmt zu – Anwältin fordert Drosten als Gutachter an

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Dr. Reiner Fuellmich zu PCR-Test-Klagen: Die Politik arbeitet „mit allen möglichen Taschenspielertricks“

Von und  - 25. Februar 2021 Aktualisiert: 28. Februar 2021 

Seit Monaten beschäftigt sich der Anwalt Dr. Reiner Fuellmich mit seinen Kollegen im Corona-Ausschuss mit den Auswirkungen der Corona-Politik. Er ist in einem Team von internationalen Juristen, die in verschiedenen Ländern Klagen gegen die Corona-Maßnahmen auf Basis des PCR-Tests eingelegt haben. Epoch Times sprach mit dem Anwalt über den aktuellen Stand der Verfahren.

Rechtsanwalt Dr. Reiner Fuellmich. Foto: Epoch Times

ET: Wie ist der aktuelle Stand der PCR-Test-Klagen in Deutschland im Vergleich mit den USA, Kanada und international?

Dr. Reiner Fuellmich: In Australien beispielsweise sind mehrere PCR-Test-Klagen anhängig. Diese Klagen würde man in Deutschland meist als Verwaltungsklagen bezeichnen. Nur sind in Australien die Verwaltungsgerichte unabhängiger als bei uns.

weiterlesen

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Brennpunkt 2

Konzept der Impfung, Impfidee, Nano-Partikel, Gen-Impfung, Wissensunterdrückung

Dr. Stefan Lanka & Dean Braus - 16. Februar 2021 (BACKUP)

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Genetik-Lüge - Erbgut in Auflösung!

•15 Feb 2013

Das Genom galt als unveränderlicher Bauplan des Menschen, der zu Beginn unseres Lebens festgelegt wird. Von dieser Idee muss sich die Wissenschaft verabschieden. In Wirklichkeit sind unsere Erbanlagen in ständigem Wandel begriffen. Was das bedeutet? Pech für alle genetischen Verbrechensnachweise und Vaterschaftstests!! https://www.wahrheiten.org/blog/2009/0...

Ausschnitt aus dem Vortrag: Henle, Pasteur und Koch - Wie funktioniert die Virenlüge wirklich https://www.youtube.com/watch?v=cXRyia...

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Genetik: Erbgut in Auflösung

Das Genom galt als unveränderlicher Bauplan des Menschen, der zu Beginn unseres Lebens festgelegt wird. Von dieser Idee muss sich die Wissenschaft verabschieden. In Wirklichkeit sind unsere Erbanlagen in ständigem Wandel begriffen

Von Ulrich Bahnsen - 0AUS DERZEIT NR. 25/2008

Vor zwei Jahren saßen an der University of California in Berkeley 25 Genetiker zusammen, um die scheinbar simple Frage zu klären: Was ist ein Gen? Der Versuch, den Grundbegriff ihres Fachgebiets präzise zu definieren, erwies sich jedoch als überaus diffizil. Das Expertentreffen wäre fast im Desaster geendet, erinnert sich Karen Eilbeck, Professorin für Humangenetik in Berkeley und Gastgeberin der Runde: »Wir hatten stundenlange Sitzungen. Jeder schrie jeden an.«

Der Streit in Berkeley hat wenig mit Forschereitelkeiten zu tun. Er war ein erstes Symptom, dass die Biowissenschaften – noch unbemerkt von der Öffentlichkeit – vor einer Zäsur stehen. Was die Rechercheure in den Chromosomensträngen von Menschen oder Tieren zutage fördern, sprengt die bisherigen Denkmuster der Genetik. Ganz ähnlich wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als Einstein und seine Mitstreiter ein neues physikalisches Weltbild formten, dämmert womöglich nun das Zeitalter einer relativistischen Genetik herauf.

Vor allem die Medizinforschung steht vor neuen Herausforderungen. In ersten Umrissen wird erkennbar: Körper und Seele, deren Gesundheit, Krankheit, Entwicklung und Alterung unterliegen einem genetischen Wechselspiel, dessen Komplexität alle bisherigen Vorstellungen übersteigt. Die Genetiker müssen sich von ihrem Bild eines stabilen Genoms verabschieden, in dem Veränderungen krankhafte Ausnahmen sind. Das Erbgut eines jeden ist in beständigem Umbau begriffen. Die Folge: Jeder Organismus, jeder Mensch, selbst jede Körperzelle ist ein genetisches Universum für sich.

Die erste Analyse des menschlichen Genoms war noch eine langwierige und kostspielige Angelegenheit, das Ergebnis – im Jahr 2000 von US-Präsident Bill Clinton als »Buch des Lebens« gefeiert – eine Folge von drei Milliarden Buchstaben. Neue Labortechniken, mit deren Hilfe gewaltige Datenmengen erzeugt und analysiert werden können, haben seither eine Flut neuer Befunde zum Innenleben vor allem des Menschengenoms erzeugt. Dabei löst sich das Buch vor den Augen der Leser auf. Das Genom ist kein stabiler Text. Die Erkenntnislage wirft auch philosophische Grundfragen auf wie die nach der genetischen und somit biophysikalischen Identität des Menschen – und verlangt womöglich radikal andere Antworten. Die Genetiker haben ein neues »Projekt Mensch« im Visier – Motto: Alles übers Ich.

»Unsere Annahmen waren so naiv, dass es fast peinlich ist«, sagt Craig Venter

Die jüngsten Ergebnisse zeigen mehr denn je, dass der Mensch ein Produkt genetischer Prozesse ist. Aber auch, dass diese Prozesse mit vielen Freiheitsgraden ausgestattet sind. Sie bilden ein offenes System, in dem keineswegs alles vorbestimmt ist.

Davon ahnten nach der ersten Genomentschlüsselung nur wenige etwas. Wie ein Gen aussieht und funktioniert, welchen Funktionsprinzipien das Erbgut von Mensch oder Mikrobe folgt, glaubten die Fachleute verstanden zu haben. »Im Rückblick waren unsere damaligen Annahmen über die Funktionsweise des Genoms dermaßen naiv, dass es fast schon peinlich ist«, sagt Craig Venter, der mit seiner Firma Celera an dem Projekt beteiligt war. Erwartet hatte man eine Sammlung komplizierter, aber verständlicher Kochrezepte für die Lebensprozesse. Nun wird erkennbar: Das Buch des Lebens ist voll verrätselter Prosa.

Es war nur der erste Höhepunkt des Umsturzes, als vor wenigen Monaten die Überzeugung von der genetischen Uniformität und also Identität der Menschheit zerbrach. Bis dahin galt die Annahme, dass sich das Erbgut zweier beliebiger Menschen nur in etwa einem Promille aller DNA-Bausteine unterscheidet. Doch die Differenzen im Erbgut der Menschen sind in Wahrheit so groß, dass die Wissenschaft nun bestätigt, was der kölsche Volksmund schon länger wusste: »Jeder Jeck ist anders.« Ganz anders!

Zu dieser Erkenntnis hat Craig Venter selbst kräftig beigetragen. Der charismatische Gen-Guru aus Rockville im US-Staat Maryland hat sein eigenes Erbgut entziffern lassen. Fast parallel entschlüsselten Experten des Unternehmens 454 Life Sciences das Genom des Nobelpreisträgers James Watson, Entdecker der DNA-Doppelhelix und Venters Intimfeind. Er wolle doch nicht hoffen, stichelte Venter, dass man zwischen ihm und Watson allzu viele Gemeinsamkeiten entdecken werde. 

Nach dem celebrity sequencing der Forscherdiven verkündeten Wissenschaftler in Shenzhen, sie hätten einen anonymen Han-Chinesen komplett entschlüsselt. Vor wenigen Tagen meldete der Genetiker Gert-Jan van Ommen von der Universiteit Leiden die erste Decodierung einer Frau. Es handelt sich um die klinische Genetikerin Marjolein Kriek, Mitglied von van Ommens Team. Die Feinanalysen der Gendaten lassen nun erkennen: Das Erbgut der Menschen ist ebenso vielgestaltig, wie sie an Körper und Psyche verschieden sind.

Anhand von Venters Erbgut war es erstmals möglich, die Unterschiede zu katalogisieren. Das Erbgut der menschlichen Körperzellen besteht je zur Hälfte aus einem vom Vater und einem von der Mutter ererbten Chromosomensatz. Die Forscher hatten damit gerechnet, dass die elterliche Mitgift Unterschiede aufweisen würde; dass es zahlreiche Austausche einzelner Buchstaben im Genom gibt (sogenannte SNPs –single nucleotide polymorphisms), ist seit Langem bekannt. Vom wahren Ausmaß der Differenzen aber waren sie überrascht: In nahezu jedem zweiten Gen des Forschers stießen sie auf Unterschiede zwischen den mütterlichen und väterlichen Genkopien. Bei der Gegenüberstellung detektierten die Experten zudem zuhauf sogenannte Indels: Millionenfach waren ganze Abschnitte in die Erbmoleküle neu eingebaut worden (Inversion) oder einfach verschwunden (Deletion). Andere hatten sich aus ihrer Umgebung gelöst und umgedreht wieder eingefügt.

Unzutreffend ist auch die bisherige Überzeugung, jedes Gen existiere in der Regel nur zweimal im Erbgut (einmal im väterlich, einmal im mütterlich ererbten Satz der Chromosomen). In Wahrheit unterliegen zahlreiche Erbinformationen einem Vervielfältigungsprozess und existieren in bis zu 16 Kopien im Zellkern. Bei mindestens 1500 menschlichen Genen haben verschiedene Forscherteams inzwischen solche Kopievariationen (CNVs, copy number variants) entdeckt; wahrscheinlich gibt es noch weit mehr dieser Xerox-Gene, wobei jeder Mensch ein eigenes CNV-Profil aufweist. Verschärft wird die Brisanz der Befunde durch die Entdeckung, dass die CNV-Muster im Erbgut keineswegs stabil sind, die Kopienzahl der Gene kann sinken oder steigen, selbst die Körperzellen eines einzelnen Menschen unterscheiden sich voneinander.

Unter der Wucht der Befunde zerbröselt nun die Idee, das Genom stelle eine naturwüchsige Konstante dar, einen fixierten Quellcode des Menschen. Der US-Genetiker Matthew Hahn verglich das Erbgut bereits mit einer Drehtür: »Ständig kommen Gene, andere gehen.«

Diese Erkenntnis liefert erstmals eine plausible Erklärung für die Verschiedenartigkeit der Menschen. Erst derart dynamische Prozesse können in ihrem Zusammenspiel so machtvoll auf psychische und körperliche Eigenschaften des Menschen durchschlagen. Denn diese werden nicht von einzelnen Genen, sondern von Netzwerken aus oft Hunderten von Erbanlagen gesteuert. Schon auf subtile Änderungen einzelner Gene reagieren diese Gensysteme oft hochsensibel. Vervielfältigen sich darin etwa Gene für Signalstoffe oder deren Empfängermoleküle, verändern sich die Kommunikationssysteme des Organismus. Die Kopiermechanik im Erbgut dürfte daher für körperliche Besonderheiten des Individuums verantwortlich sein, aber auch für komplexe Krankheiten wie Diabetes, Autoimmunleiden oder Herzerkrankungen.

Vor allem die Hirnfunktionen scheinen betroffen: CNVs stellen die Hauptursache für verschiedene Formen geistiger Behinderung dar, für Autismus, Schizophrenie und weitere organische Hirnfunktionsstörungen. Vermutlich regeln sie im Zusammenspiel mit anderen genetischen Prozessen aber auch die Ausprägungen gesunder psychischer Eigenschaften. »Das ist einer der aufregendsten und fruchtbarsten neuen Bereiche der Humangenetik«, sagt der US-Genetiker David Haussler von der University of California in Santa Cruz. Die genomweite Suche nach solchen Genvariationen habe bereits erstaunliche Ergebnisse gebracht. Die Medizin der Zukunft, prophezeit der Forscher, werde durch die Ergebnisse ultraschneller Genomsequenzierung und massiver Rechenleistung geprägt sein: »Wir müssen Hunderte, vielleicht Tausende Gene gleichzeitig im Blick haben, um Krankheiten zu verstehen.«

Eineiige Zwillinge entwickeln sich schon als Embryonen genetisch auseinander

Um den wahren Umfang der Baumaßnahmen im Genbestand zu ermitteln, wurde nun das 1000 Genomes Project gestartet. Im Verlauf von drei Jahren will das Konsortium aus Sequenzierzentren in den Vereinigten Staaten, Großbritannien und China das Erbgut von 1000 Menschen aus aller Welt sequenzieren und dabei die Varianz der Erbdaten aus diversen Bevölkerungsgruppen der Welt protokollieren.

Das Wechselspiel im Menschengenom vermag nicht nur die individuellen Eigenheiten des Einzelnen zu erklären, es produziert auch das genetische Sortiment, aus dem die Evolution den Menschen weiter formt. Das macht einen weiteren verstörenden Befund verständlich: Die Spezies Homo sapiens unterliegt offenbar einer Turboevolution. Hunderte Bereiche im Erbgut haben sich weit schneller gewandelt als bei anderen Primaten. Neue Untersuchungen kommen sogar zu dem Schluss, dass die Zivilisation seit Beginn der Jungsteinzeit die menschliche Evolution um das 100-Fache beschleunigt haben muss.

Das Magazin Science kürte die Entdeckung dieser genetischen Variationen zum Durchbruch des Jahrs 2007. Nicht einmal ein Jahr zuvor, sinnierte das Fachblatt, habe man die Aussicht gefeiert, demnächst durch den präzisen Genomvergleich von Mensch und Schimpanse jene Faktoren zu destillieren, die den evolutionären Weg zum Homo sapiens markieren. Doch noch bevor die Frage beantwortet sei, was in unserer DNA uns menschlich mache, stehe bereits die nächste im Raum: »Was in meiner DNA macht mich zu mir 

Eine der ersten Einsichten der neuen Genetik macht auch diese Frage fast obsolet. Alles deutet auf eine bestürzende Antwort: Ich bin viele.

Zumindest physisch erscheint der Mensch nicht länger als Individuum, sondern als Verband egoistischer Zellkolonien. Bei bis zu zehn Prozent aller Erbanlagen – und vielleicht weit mehr – ist entweder nur die mütterliche oder die väterliche Variante aktiv. Dieses Muster, im Fachjargon »autosomale monoallelische Expression« genannt, wird bereits im Embryo festgelegt. Und dort trifft jede Zelle ihre eigene Entscheidung. »Wir glauben, dass dies geschieht, wenn sich der Embryo einnistet«, sagt der Genetiker Andrew Chess von der Harvard University. Die Folge: Der erwachsene Organismus gleicht einem Flickenteppich von Zellverbänden, deren genetische Netzwerke unterschiedlich gestrickt sind.

Ob einzelne Erbinformationen in diesen Genkaskaden von Vater oder Mutter stammen, hat entgegen der bisherigen Einschätzung drastische Auswirkungen. Ihr Informationsgehalt kann feine Unterschiede aufweisen, die aber in den hochkomplexen Netzen, die menschliche Eigenschaften steuern, profunde Konsequenzen haben. Aus dem Harvard-Labor von Andrew Chess stammt ein weiterer faszinierender Befund: Von monoallelischer Expression sind besonders häufig Gene betroffen, die im Verlauf der Menschwerdung einer beschleunigten Evolution unterlagen, und solche mit wichtiger Funktion im zentralen Nervensystem. Was das für die Arbeitsweise des Gehirns und die Konstruktion der Psyche bedeutet, ist derzeit nicht einmal im Ansatz abzuschätzen.

Passé ist seither der Glaube, zumindest der gesunde Organismus stelle ein harmonisches, mit sich selbst im Einklang arbeitendes System dar. Stattdessen zeichnen die Forschungsbefunde das Bild eines fragilen Puzzles aus biologisch disparaten Einheiten. Gesundheit wäre demnach ein instabiler Zustand, in dem die Egoismen der Mosaiksteine in Schach gehalten werden. In jedem Fall aber gilt: Selbst die biologische Identität des Individuums steht wohl zur Disposition. Was für viele erschreckend klingt, ist für den amerikanischen Genetiker Steven Henikoff eine begeisternde Vorstellung: »Ich mag die Idee, dass wir Mosaiken sind.«

Im Kern bedroht ist damit auch die Arbeit jener Wissenschaftler, die den Einfluss der Umwelt auf das Werden des Menschen messen wollen. Seit Jahrzehnten versuchen sie beim Vergleich von ein- und zweieiigen Zwillingen, den Einfluss der Umwelt gegen das Diktat der Gene abzugrenzen. Dabei galten ihnen die Unterschiede zwischen eineiigen Zwillingspaaren als Maß für den Umwelteinfluss auf die Eigenschaften des Menschen – schließlich seien die mit vollkommen identischen Genen ausgestattet. Deshalb müssten alle Unterschiede kulturell und nicht biologisch bedingt sein.

Doch davon kann, wie sich jetzt erweist, keine Rede sein: Es sei eine Tatsache, dass eineiige Zwillinge genetisch nicht identisch sind, sagt Chess, »das ist ein wirklich aufregendes Resultat«. Nicht nur im ausschließlich mütterlichen oder väterlichen Aktivitätsmuster ihrer Gene, auch in ihrem CNV-Muster finden sich klare Differenzen. »Wir haben uns immer gefragt, wieso es Unterschiede zwischen eineiigen Zwillingen gibt, zum Beispiel bei der Anfälligkeit für komplexe Erkrankungen«, sagt Chess. »Unsere Entdeckung ist eine Erklärung.« Auch soziale und materielle Außenfaktoren können einen Menschen auf dem Umweg über die Biologie prägen – indem sie seine Genfunktionen verändern. Durch sogenannte epigenetische Prozesse können offenbar Stress oder Folter, Ernährungsmangel oder Liebesentzug bis in den Zellkern hinein wirken.

Angesichts der Flut dieser noch weithin mysteriösen Befunde ergeht es den Genforschern ganz ähnlich wie Kosmologen, die seit einigen Jahren nach der geheimnisvollen »dunklen Materie« im Universum forschen. Auch die Biowissenschaftler rätseln nun über the dark matter of the genome , die dunkle Materie des Erbguts.

Unser Genom legt nicht fest, was für ein Mensch aus ihm wächst

Finden könnten sie das dunkle Geheimnis in jenem Teil des Erbguts, den sie bisher als Müll abgetan haben, als »Junk-DNA«. Relevant waren für sie nur jene wenigen Prozent des Genoms, die als Gene herkömmlicher Definition die nötigen Informationen für den Aufbau der Eiweiße in den Zellen enthalten. Der Rest galt als evolutionärer Schrott. Allenfalls als stabilisierendes Element konnte man sich diesen Teil des Genoms vorstellen, gleichsam als verbindenden Kitt zwischen den eigentlich wichtigen Erbinformationen.

Nun aber zeigt sich: Es ist vor allem die dunkle DNA-Materie in den Chromosomen, in der sich viele der neu entdeckten Prozesse abspielen. Offenbar steckt der »Schrott« voller unbekannter Gene, bevölkert von Steuerungsmodulen. Vor allem die sogenannten microRNAs, eine bis vor Kurzem unbekannte Klasse von Erbinformationen, regeln eine Vielzahl von Entwicklungs- und Krankheitsprozessen.

Der Schluss aus all diesen neuen Erkenntnissen kann nur sein: Zwar sind die Eigenschaften eines Menschen in seinem Genom begründet, gleichwohl aber ist im offenen System des embryonalen Erbguts keineswegs determiniert, welcher Mensch einmal aus ihm wächst. Selbst wenn man einen bis ins letzte Molekül exakt duplizierten Embryo unter identischen Umständen im Mutterleib heranwachsen lassen könnte – »es käme dennoch ein anderer Mensch heraus«, versichert der Berliner Genetiker Nikolaus Rajewsky. Und das auch ohne einen Einfluss durch Erziehung und Kultur.

Angesichts der Komplexität und Unbestimmtheit der genetischen Prozesse entlarven sich nun viele Visionen vom optimierten Designmenschen, aber auch manche Warnungen vor den Gefahren der Genforschung als arg vereinfachter Vulgärbiologismus. Das Basteln am Genom erweist sich als wesentlich komplizierter als gedacht. Und die Fantasie, man könne durch Klonen begnadete Künstler, geniale Forscher oder einfach nur einen geliebten Menschen in identischer Form wiederauferstehen lassen, wird wohl auf ewig Wunschdenken bleiben.

Quelle: DIE ZEIT, 12.06.2008 Nr. 2520

 

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